Poesie ist ein Möglichkeitsraum.
(in memoriam Christine Lavant)
ein weites Kärntner Tal sanfte Bergriesen bis hoch droben bewaldetSchatten zeichnen ein Gesicht in den felsigen Hang auf der gegenüberliegenden Seite
Im hohen Gras sitzen den Gräsern zuschauen wie sie sich neigen zittern verbeugen
Berge in Zuckerwatte, aufsteigender Nebel,würzige Luft, Sprühregen im Gesicht
einlullendes Plaudern der Hühnerein unzeitig krähender Hahn das gründliche Grasen der Glicka
für einen Augenblick bekomme ich sie zu fassendie blind schleichenden Gedanken
je nachdem wie der Wind steht, rauscht es ich stelle mir dann vor, ein Meer läge ganz nah weiß aber: es ist der mittlere Ring