wieder ist es August
kristallines Licht in der Früh, schräge Schatten,
knallfarbene Mittagshitze
abends pastellisieren Luft und Wärme
alles wird weicher, schmeichelnder, sanfter
vom Fluss her strömt Kühle in den späten Abend
als könne der Sommer nie enden
dabei raunt er: nicht mehr lang
im Schilf rauscht es
etwas leuchtet und entfernt sich
unmöglich, sich zu beeilen
sei sagt er. bleib, verweile ein bisschen.
so riecht es nur einmal im Jahr, nur jetzt.
nach vertrocknetem Gras, staubigem Asphalt
nach Sonnencreme, Grill und Auspuff.
nach Wasser, nach Eis und nassem Badezeug.
in meiner DNA (oder in seiner):
große Ferien, für nichts anderes geeignet.
Blau glitzert das Meer in meinen Erinnerungen.
Oder ein See.
Oder die Verheißung an sich.
