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zwischen den Jahren

Reste von Raclette, die letzten Plätzchen
Bettschwere und unruhige Träume
ungute Melange
an untätigen Nachmittagen

mit den Massen der Jahresendfeierlichkeiten
leicht überfordert
flattern die losen Ende nicht im Geiste
eher im Bauch, winden sich
durch Magen und Darm

Bildschnipsel aus dem abgelaufenen Jahr
ratlos fragende Projektionen aufs Kommende
fügen sich in einen Reigen von Rätseln 

verschneite Gartenzwerge

was sich weder herbei-
noch wegerklären lässt:

warum so wenig Herz auf der Zunge?
warum so wenig Leben im Leben?

so wenig Lust am Draufgehen
und Scheitern?

warum alles krampfhaft
in Balance halten?

warum so viel gearbeitet
so wenig gespielt? 

warum soviel toughness
und so wenig Zärtlichkeit?

gleich schlafe ich wieder ein 
träume vom Neuen Jahr
es wird anders, ganz bestimmt.

und wenn es nur das ist:
das Dichten
kann mir keiner nehmen.